Die Insel Gran Canaria ist nicht nur aufgrund ihrer abwechslungsreichen Landschaft zu Lande eine Reise wert. Auch unter Wasser werden den Touristen beim Tauchen oder Schnorcheln fantastische Aussichten geboten. Vor allem der vulkanische Ursprung der Insel prägt die Unterwasserlandschaften maßgeblich und macht das Tauchen vor der Küste Gran Canarias somit für passionierte, erfahrene Taucher zu einem unvergesslichen Erlebnis. Doch auch blutige Anfänger kommen auf ihre Kosten, denn Gran Canaria beherbergt zahlreiche Tauchschulen.
An den 236 Kilometern Küste bieten sich den Tauchern zahlreiche Tauchreviere, in denen man Großfischen begegnen oder Wracks erkunden kann. Besonders reizvoll an den Gewässern rund um die Insel ist dabei, dass das Wasser ganzjährig eine angenehme Temperatur hat und zudem noch so klar ist, dass Sichtweiten von bis zu 40 Metern möglich sind. Die Tauchreviere Gran Canarias sind dabei teils vom Land aus und teils mit dem Boot zu erreichen. Weit fahren muss man jedoch nie, um zwischen den beeindruckenden vulkanischen Formationen die einzigartige Flora und Fauna der Unterwasserwelt der Insel zu entdecken. Für begeisterte Taucher, die im Urlaub Gran-Canaria bereisen wollen, wird es also garantiert niemals langweilig.
El Cabrón – ursprüngliche Unterwasserwelt erleben
Die Region rund um die Playa del Cabrón wurde von den kanarischen Behörden zum Meeresreservat erklärt, um dort die Flora und Fauna zu erhalten. Dies freut natürlich vor allem Taucher, die nun in dem Reservat rund 400 Fischarten, welche aus dem Atlantik, dem Mittelmeer und gar der Karibik stammen, begegnen können. Doch nicht nur die Artenvielfalt ist der Grund dafür, dass das Revier bei Tauchern so beliebt ist, sondern auch die spektakulären vulkanischen Formationen locken diese an. Zwischen diesen zerklüfteten Unterwasserlandschaften verstecken sich unter anderem Tintenfische, Baracudas, Muränen, Zackenbarsche oder manchmal sogar kleine Haie. Erfahrene Taucher werden vor allem an Tauchgängen Freude haben, bei welchen man die Höhlen, Grotten und Torbögen durchtauchen kann. Von Land aus lassen sich über drei Einstiegsstellen acht verschiedene Tauchplätze erreichen, welche allesamt einen Tauchgang wert sind.
Auf Erkundungstour in gesunkenen Wracks
Wer am liebsten unter Wasser Wracks erforschen möchte, findet auch dafür auf Gran Canaria ideale Bedingungen vor. Nicht weit vom Puerto de Morgan warten in einer Tiefe von 19 Metern gleich zwei Wracks, die unmittelbar nebeneinander liegen. Neben den Wracks können Taucher mit etwas Glück noch eine weitere Seltenheit beobachten, nämlich das Touristen U-Boot “Yellowsubmarine”. Leider sind jene beiden Wracks durch Unwetter in Mitleidenschaft gezogen worden, doch mit dem griechischen gesunkenen Frachter Kalais bietet sich eine weitere Alternative. Der Frachter ist mit einer Länge von 110 und einer Breite von 24 Metern mehr als beeindruckend. Diejenigen, die bis zum ehemaligen Frachtraum des Schiffes hinabtauchen möchten, müssen sich in Tiefen von ungefähr 22 Metern begeben. Die Schraube des Schiffes liegt gar auf 35 Metern Tiefe.